Vom verlorenen Pfad zur inneren Landkarte: Wie Psychotherapie wirklich funktioniert
- Marta Willmann

- 12. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Kennen Sie das Gefühl, auf Ihrem Lebensweg den Halt verloren zu haben? Als ob Sie an einer Kreuzung stehen, ohne zu wissen, welche Richtung die richtige ist? Vielleicht fühlen Sie sich vom Weg abgekommen oder haben das Gefühl, schon lange auf der Suche zu sein. Diese Momente der Unsicherheit und des Verlorenseins gehören zum Menschsein dazu. Doch Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.
Viele Menschen zögern, den Schritt in eine Psychotherapie zu wagen, weil alte Bilder und Mythen sie verunsichern. Lassen Sie uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, was Psychotherapie wirklich ist: eine Einladung, Ihre ganz persönliche Landkarte zu entfalten und Ihren Weg wieder klarer zu sehen.
Was Psychotherapie nicht ist: Zeit, mit Mythen aufzuräumen
Um zu verstehen, was Psychotherapie ist, hilft es, zuerst zu klären, was sie NICHT ist. Vergessen Sie die Klischees aus alten Filmen. In meiner Praxis geht es anders zu.
Mythos 1: Das Liegen auf der Couch. Die klassische Couch ist längst einem Gespräch auf Augenhöhe gewichen. Wir sitzen uns in einem angenehmen und sicheren Rahmen gegenüber. Es geht um einen Dialog, nicht um eine einseitige Analyse.
Mythos 2: Sie werden "analysiert". Niemand wird Sie unter die Lupe nehmen oder Ihre Persönlichkeit bewerten. Es geht darum, Sie zu verstehen und Ihnen dabei zu helfen, sich selbst besser zu verstehen. Meine Haltung ist stets wertschätzend und urteilsfrei.
Mythos 3: Die Therapeutin hat alle Antworten. Ich besitze keine magischen Lösungen. Vielmehr sehe ich mich als Begleiterin, die Ihnen hilft, Ihre eigenen Ressourcen und Antworten zu finden, die bereits in Ihnen schlummern.
Ein sicherer Raum für Ihre persönliche Geschichte
Das Fundament jeder erfolgreichen Psychotherapie ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Klient:in und Therapeutin. Alles, was Sie in unseren Sitzungen teilen, unterliegt der strengsten gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht. Dieser geschützte Rahmen ist essenziell, denn er gibt Ihnen die Freiheit, offen über Ihre Gedanken, Gefühle, Ängste und Wünsche zu sprechen – vielleicht zum ersten Mal. Hier dürfen Sie so sein, wie Sie sind.
Meine Rolle als Therapeutin und IhreBegleiterin
Stellen Sie sich vor, Sie halten eine komplexe, vielleicht etwas verknitterte Landkarte Ihres Lebens in den Händen. Sie sind der absolute Experte bzw. die Expertin für diese Karte – niemand kennt sie besser als Sie. Meine Rolle ist die einer erfahrenen Reisebegleiterin. Ich helfe Ihnen dabei, die Karte zu glätten, die Symbole zu deuten und verborgene Pfade zu entdecken. Ich reiche Ihnen den Kompass und die Taschenlampe, damit Sie Zusammenhänge erkennen, Hindernisse überwinden und neue Ziele definieren können.
Das Erstgespräch: Der erste Schritt auf Ihrem neuen Weg
Der erste Schritt ist oft der schwerste. Um Ihnen die Unsicherheit zu nehmen, möchte ich kurz erklären, was Sie im Erstgespräch erwartet. Es dient vor allem dem gegenseitigen Kennenlernen. Sie haben die Möglichkeit:
Ihre Situation und Ihr Anliegen in Ruhe zu schildern.
Fragen zur Therapie und zu meiner Arbeitsweise zu stellen.
Ein Gefühl dafür zu bekommen, ob Sie sich bei mir wohl und verstanden fühlen.
Am Ende des Gesprächs entscheiden wir gemeinsam, ob eine Zusammenarbeit für Sie stimmig ist. Es gibt keinerlei Verpflichtung.
Das Ziel der Reise: Nicht Reparatur, sondern Entfaltung
In der Psychotherapie geht es nicht darum, einen "kaputten" Menschen zu "reparieren". Jeder Mensch ist in seiner Geschichte und seinem Wesen vollkommen. Das Ziel ist vielmehr, Ihre Ressourcen zu reaktivieren, neue Perspektiven zu eröffnen und Ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um Ihren Lebensweg wieder selbstbestimmt und nach Ihren Wünschen zu gestalten. Es ist eine Reise zu mehr Klarheit, Selbstakzeptanz und innerer Stärke.
Sind Sie bereit, Ihre persönliche Landkarte zu erkunden? Ich freue mich darauf, Sie ein Stück Ihres Weges zu begleiten.
